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Babybrei - kaufen oder kochen? - Einfache Tipps für junge Eltern

Baby wird gefüttert

Eine ausgewogene Ernährung im ersten Lebensjahr ist besonders wichtig, da Kinder in diesem Alter viel wachsen.
Mit der Einführung der Beikost fragen sich viele Eltern, ob sie den Babybrei kaufen oder selber kochen sollen?
Worauf ist beim Selberzubereiten zu achten, worauf beim Einkaufen von Baby-Gläschen?



Selbst gekochte Breie sind nicht grundsätzlich besser als Fertigbreie, nur weil die Zutaten frisch, selbst ausgesucht und zubereitet sind. Sie haben nur dann Vorzüge gegenüber Fertigbreien, wenn die Zutaten dem Alter entsprechen, frisch, schadstoffarm, sauber und nährstoffschonend verarbeitet sind.


Worauf ist beim Selberzubereiten zu achten?

Die eigene Herstellung von Babybreien ist oft preiswerter und die Inhaltsstoffe sind genau bekannt. Die Eltern können für eine große geschmackliche Vielfalt sorgen, die sich auch auf spätere Vorlieben bzw. Offenheit für neue Lebensmittel auswirkt.

Regeln für die Zubereitung:

  • Im Idealfall verwenden junge Eltern für die Herstellung von Babybreien saisonales Obst und Gemüse und achten auf die Herkunft der Lebensmittel.
  • Im ersten Lebensjahr sollte man die Breie kochen oder dünsten, außer bei Frischobstbreien.
  • Gebratene Speisen kann ein Baby im ersten Lebensjahr in der Regel noch nicht vertragen. Die Speisen sollten immer sehr schonend gegart werden, damit die Vitamine in den Nahrungsmitteln so gut wie möglich erhalten bleiben.
  • So sollte man mit möglichst wenig Wasser kochen und das mitgekochte Wasser später zum Pürieren verwenden.
  •  Babybreie sollen nicht gesüßt oder gesalzen werden, zusätzliche Aromen sind überflüssig.

Besonders zeitaufwändig ist die Selbstzubereitung nicht: Für die Zubereitung von Möhren-Kartoffel-Fleisch-Brei, Obst-Getreide-Brei und Getreide-Milch-Brei braucht man weniger als 30 Minuten.


Worauf ist beim Kauf von Fertigbreien zu achten:

  1. Wenige Zutaten
    Die besten Fertigbreie für Babys sind einfach zusammengesetzt und enthalten nur wenige Zutaten. Eine Gemüse-, Obst- oder Getreidesorte im Brei reicht. Wegen ihrer guten Nährstoffzusammensetzung sind Breie mit Kartoffeln oder Vollkorngetreide die bessere Wahl.

  2. Ohne unnötige Zusätze
    Häufig enthalten Fertigbreie geschmacksgebende Zutaten wie Salz, Zucker und andere Süßungsmittel (z. B. Honig, Ahornsirup, Fruchtdicksaft), Schokolade und Kakao. Sie sind in der Babyernährung überflüssig. Das gilt auch für Nüsse, Gewürze und Aromen, die allergieauslösend wirken können.

  3. Mit Zusatz von Jod
    Der Zusatz von Kaliumjodid oder Kaliumjodat ist erwünscht, denn er trägt dazu bei, den erhöhten Jodbedarf des schnell wachsenden Babys ausreichend zu decken. 

  4. Gemüse-Fleisch- und Getreide-Obst-Breie ohne Milch und Milcherzeugnisse
    Gemüse, Fleisch und Vollkorngetreideerzeugnisse versorgen das Baby mit dem Spurenelement Eisen, welches ähnlich wie Jod, für Wachstum und Entwicklung wichtig ist.

  5. Fehlendes Vitamin C ergänzen
    Vitamin C verbessert die Aufnahme von Eisen im Körper. Gemüsebreie ohne den Zusatz von Vitamin C (siehe Zutatenliste auf dem Etikett) sollten mit 1 bis 2 Esslöffeln Saft ergänzt werden (einfach nach dem Erwärmen unterrühren) oder das Baby bekommt zum Essen verdünnten Saft.

  6. Fettarme Breie ergänzen
    Fertige Gemüse- und Getreide-Obst-Breie sind häufig sehr fettarm. Das schnell wachsende Baby braucht aber ausreichend Fett für die Deckung seines hohen Energiebedarfs. Liegt der Fettgehalt von Gemüsebreien unter 8 g pro Portion (siehe Nährwertangabe auf dem Etikett) und der von Getreide-Obst-Breien unter 5 g pro Portion, kann der Brei mit ½ bis 1 Teelöffel Rapsöl oder Butter (1 TL = 4 g) ergänzt werden - es sei denn, die Fettzufuhr wird mit den anderen Mahlzeiten ausgeglichen


Und wann ist es Zeit für den ersten Baby-Brei?

Wann mit der Breinahrung angefangen werden soll, hängt stark von der individuellen Entwicklung des Kindes ab. Für die Beikost reif sind Babys zum Beispiel, wenn sie mit Hilfestellung aufrecht sitzen können und sich für das Essen der Großen interessieren.

Quelle:   aid-infodienst / Auszug aus der Pressemitteilung vom 10.09.08: "Babybrei - kaufen oder kochen?: Einfache Tipps für junge Eltern"; Auszug aus der Pressemitteilung Nr. 5/11 vom 02.02.2011: Babybrei selbst gemacht - schnell und preiswert: Netzwerk Junge Familie auf der Internationalen Grünen Woche 


Weitere Informationen:

www.was-wir-essen.de:  Säuglinge  

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Zeit für B(r)eikost 


Weitere Informationen im Verbraucherfenster:

Die Beikost-Datenbank des Forschungsinstituts für Kinderernährung Dortmund
Hier im Verbraucherfenster finden Sie auf der Startseite links unter "Anwendungen für Sie" die "Babynahrung-Produktsuche" . Diese online-Datenbank des Forschungsinstituts für Kinderernährung ermöglicht eine Produktsuche im Handel erhältlicher Babynahrung: nach Mahlzeitentyp, Marke, Lebensmonat des Kindes sowie Zutaten, die enthalten sein sollen.

Letzte Aktualisierung: 11.09.2013