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Öfters Fisch auf den Tisch – Tipps zum Einkaufen, Zubereiten und Lagern

Lachsscheiben

Eine gute Alternative zu Fleisch ist Fisch, zumal dessen Zubereitungsmöglichkeiten vielfältig sind. Wichtige Inhaltsstoffe, wie hochwertiges Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe machen sowohl See- als auch Süßwasserfisch zu wertvollen Lebensmitteln.

Beim Einkauf von Frischfisch sollten Verbraucher aber unbedingt Aussehen und Geruch des Fisches überprüfen, um frische Ware zu erhalten und generell nachhaltige, umweltschonende Alternativen wählen. Dazu zählen heimische Süßwasserfische, Zuchtfische aus ökologischer Erzeugung und nachhaltig gefangener Seefisch mit dem blauen Siegel des Marine Stewardship Council (MSC).

Fisch - geräuchert, gebraten, gedünstet, gegrillt - auch eingelegt ein Genuss. Jeder Bürger hat im Jahr 2010 durchschnittlich 15,7 kg Fisch und Meeresfrüchte verzehrt. Beliebt sind vor allem Alaska-Seelachs, Hering, Lachs und Thunfisch.


Fisch ist gesund wegen seiner Inhaltsstoffe

Fisch enthält hochwertiges, leicht verdauliches Eiweiß und liefert Vitamin A, Kalium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Seefisch ist die beste natürliche Quelle für das lebenswichtige Jod und besonders reich an Omega-3-Fettsäuren. Diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren beugen unter anderem Ablagerungen in den Blutgefäßen vor. Gute Gründe also, Fisch ein- bis zweimal in der Woche auf den Tisch zu bringen.

Einkauf: Tipps zum Kauf von Frischfisch

  • Kauft man den Fisch im Ganzen, ist die Frische an feuchten, hellroten und fest anliegenden Kiemen zu erkennen. Die Augen sind klar und glänzend und treten leicht hervor. Die Haut glänzt, ist fest und haftet am Fleisch. Die unversehrten Schuppen sind fest mit der Haut verbunden. Das fleckenlose Fleisch gibt auf Druck leicht nach und löst sich nicht von den Gräten. Außerdem sollte der Fisch in der Theke ausreichend mit Eis bedeckt sein.

  • Frischer Fisch riecht nicht intensiv fischig. Anderenfalls haben schon Verderbnisprozesse eingesetzt, die zu Erkrankungen führen können.

  • Der Transport vom Laden in den Kühlschrank sollte möglichst kurz sein und mit Kühltasche erfolgen.

    Fisch sollte immer gut durchgegart werden, mögliche Larven des Heringswurmes werden so sicher abgetötet

Auf Nachhaltigkeit beim Fischeinkauf achten

  • Beim Fischeinkauf auf MSC-Siegel achten!

    Verbraucher sollten beim Fischkauf auf Art und Herkunft achten. Wer Fisch mit dem blauen MSC-Siegel kauft, unterstützt bewusst den umweltverträglichen Fischfang. Das Marine Stewardship Council (MSC) zeichnet verantwortungsvolle Fischereien anhand bestimmter Umweltkriterien aus.
    In der Pressemitteilung vom 14.08.2012 des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird angegeben, dass  derzeit in Deutschland 4.348 Fisch- und Seafoodprodukte mit dem MSC-Siegel für umweltgerechte Fischerei gekennzeichnet sind. 


    Zur  "Produktsuche für Endverbraucher"
    Hier können Sie gezielt nach MSC-gekennzeichneten Produkten aus nachhaltiger Fischerei suchen.

  • Beim Einkauf von frischem Fisch können Verbraucher mit dem „Fisch-O-Meter“ auf einen Blick erkennen, ob die Fische die Größe für die Geschlechtsreife erreicht haben. Nur, wenn die Fische größer als deren Marke auf dem Fischlineal sind, konnten sich die Fische vor dem Fang vermehren. Das Fischlineal gibt es kostenlos.

    Zum "Fisch-O-Meter" 
     
  • Der elektronische Einkaufsführer „Markenfleisch und Zuchtfisch aus der Region“ der Verbraucherzentrale Hessen liefert Fischfans Bezugsquellen für Süßwasserfische aus hessischen Fischzuchtbetrieben. 

    Zum "Einkaufsführer Fleisch und Fisch aus der Region"

  • Der Einkaufsratgeber "Fisch und Meeresfrüchte" des WWF Deutschland bewertet handelsübliche Fischarten nach ökologischen Kriterien wie Bestandsentwicklung und Fangmethoden.
    Der handlichen Einkaufshilfe, die in die Geldbörse passt, sind folgende Tipps zu entnehmen:
    - Empfehlenswert sind beispielsweise Hering und Seelachs aus dem Nordostatlantik, Dorsch aus der Ostsee, Bio-Lachs und Bio-Forelle.
    - Nicht zu empfehlen sind hingegen Rotbarsch, Dorade aus dem Mittelmeer, Pangasius und tropische Garnelen.
    - Aal sollte nicht verzehrt werden, da die Bestände vom Aussterben bedroht sind. 

    Zum "Fischratgeber" 

 

Lagerung von Fisch mit Tricks

Den Fisch möglichst am Tag des Einkaufs zubereiten. Ist das nicht möglich, kann Fisch für höchstens einen Tag im Kühlschrank aufbewahrt werden, am besten in einer Glas- oder Porzellanschüssel, die mit Frischhaltefolie abgedeckt wird.

Fisch lässt sich sehr gut einfrieren. Dies sollte wie folgt gemacht werden: Erst waschen, trocken tupfen und dann auf einem Blech tieffrieren, anschließend den tiefgefrorenen Fisch kurz in Wasser tauchen und erst dann in den Gefrierbeutel verpacken und zurück in die Gefriertruhe legen. So bildet sich nämlich ein Eisfilm um das Fischfleisch, der vor dem Austrocknen und dem Gefrierbrand schützt.

Zum Auftauen braucht der Fisch je nach Größe etwa ein bis zwei Stunden; danach muss er unmittelbar zubereitet werden.


So kommt der Fisch richtig auf den Tisch

Fisch wird meist küchenfertig angeboten, so dass er zu Hause "nur" noch zubereitet werden muss. Wer aber einen ganzen Fisch kauft, muss ihn auch noch ausnehmen und filetieren. Dass dies nicht so schwierig ist, lesen Sie hier:  
Den Fisch ausnehmen und filetieren - Wie funktioniet das? 



Ergebnisse der amtlichen Lebensmittelüberwachung in Hessen

Das Hessische Landeslabor untersuchte im Jahr 2010 sowohl rohe ganze Fische und Fischstücke sowie Fischerzeugnisse.

Hier die Ergebnisse:
Bei den Fischen wurden von 1492 Proben 84 (5,6%) beanstandet. Bei den Fischerzeugnissen wurden von 952 Proben 124 (13,0%) beanstandet. Siehe Jahresbericht 2010   (Kapitel 5.2., Seite 31/32) des Landesbetriebes Hessisches Landeslabor.


Kennzeichnung von Fischprodukten

Seit dem 1. Januar 2012 müssen viele Fischprodukte sowohl mit dem deutschen Namen als auch mit dem lateinischen Namen gekennzeichnet werden. Deshalb haben nun Fischprodukte in der Frischfischtheke und aus der Tiefkühltruhe zwei Namen.

Hier die lateinischen Namen der wichtigsten Fischarten:
Alaska-Seelachs:  Theragra chalcogramma
Hering:  Clupea harengus
Lachs:  z. B. Salmo salar oder Oncorhychus keta
Thunfisch:  z. B. Thunnus albacares
Pangasius:  z. B. Pangasius hypothalmus
Forelle:  Oncorhynchus mykiss
Seelachs: Pollachius virens



Quellen:

Verbraucherzentrale Hessen
Frischfisch oft schlecht gekennzeichnet (23.03.10) / Auswertungstabellen Marktcheck Fischkennzeichnung (2010)

Marine Stewardship Council (MSC)
Fisch und Meeresfrüchte aus zertifiziert nachhaltiger Fischerei 

World Wide Fund For Nature (WWF)
Der WWF-Einkaufsratgeber: Fische & Meeresfrüchte 2012 

aid infodienst auf www.was-wir-essen.de
Fisch 

Landesbetrieb Hessisches Landeslabor
Jahresbericht 2010   

Fisch-Informationszentrum: Pressemitteilung vom 16.01.2012:
Nomen est omen oder warum der Fisch zwei Namen hat 



Weitere Informationen:

Hier im Portal VerbraucherFenster Hessen finden Sie in der Rubrik "Fisch, Meeresfrüchte"  weitere Beiträge zum Einkauf von Fisch.



Informationen zusammengestellt vom VerbraucherFenster Hessen, Februar 2012

Bild: volff - Fotolia

Letzte Aktualisierung: 18.09.2013